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Von André Jacubczik

In „Free Realms“ übernehmt ihr die Rolle eines Charakters und durchstreift - momentan noch begrenzte - Onlinewelten. Das Spiel ist hauptsächlich auf Spieler zwischen neun und 14 Jahren ausgelegt, aber durch die vielen Interaktionsmöglichkeiten und den Casualgame Charakter auch für Erwachsene und Einsteiger noch unterhaltsam.
In der Basisversion streift ihr mit eurem Charakter durch die Welt. Euer Alter Ego kann dabei, wie bei Onlinespielen üblich, via Regler angepasst und mit Eigenschaften ausgestattet werden. Euer Avatar kann dabei eine Vielzahl von verschiedenen Berufen erlernen und ausüben und dementsprechend auch neue Skills erlernen. Alle Quests sind hierbei auf die jeweilige Berufsklasse ausgelegt – ein Wechsel ist jedoch jederzeit möglich.
Um dem relativ niedrigen Alter der Zielgruppenspieler gerecht zu werden, sind viele Funktionen für einen einfachen, ungefährlichen und spaßvollen Spielbetrieb integriert worden. Man kann sich jederzeit zu Freunden teleportieren und auch sonst relativ problemlos die ganzen Bereiche der Onlinewelt erforschen. Insgesamt erwarten den Spieler 460 Quests und 14 verschiedene Minispiele, z.B. ein Kartracing-Spiel (angelehnt an Mario Kart).

Wie in jedem Onlinespiel darf auch in Free Realms ein Kampfsystem nicht fehlen. Der Unterschied jedoch: Von alleine wird der Charakter nie angegriffen. Das ist wohl auch gerade für kleine Weltenerkunder nützlich, die sich kampflos die Landschaften ansehen wollen. Erst wenn ihr aktiv einen Kampf initiiert, müsst ihr euch in vereinfachter World of Warcraft-Manier durch mehrere Gegner schlagen und kassiert am Ende Items, Erfahrung und Geld.
Jetzt fragt ihr euch sicher, wie Sony mit einem kostenlosen Spiel Geld verdienen möchte? Die Lösung liegt in den Microtransaktionen: Eltern können für ihre Kinder das virtuelle Konto aufladen, damit die Kleinen sich davon dann kleine Extras kaufen können. Für knappe 5 Euro pro Monat stehen zudem 240 weitere Quests und ein eigenes Haustier zur Verfügung. Dieses kann zwar trainiert und angezogen werden, aber auf der anderen Seite erwartet es natürlich auch, dass ihr euch um es kümmert. Aber besorgte Eltern dürfen aufatmen: Krokodilstränen wird das Kind nie um das virtuelle Haustier vergießen, denn egal wie sehr es auch vernachlässigt wird, sterben wird es nicht.

Das Spiel kann also sowohl - in einer abgespeckten Variante - kostenlos gespielt werden als auch mit Zusatzfeatures gegen Gebühr. Was auch noch gut zu wissen ist: Das Spiel ist komplett in Deutsch spielbar und wird über das Internet gestreamt. Anfänglich werden ca. 70 MB an Daten benötigt und nach und nach wird dann je nach Bedarf nachgeladen. Die Daten verbleiben auf der Festplatte und müssen dann bei einem erneuten Spielen nicht erneut heruntergeladen werden.
Die Grafik ist nicht überragend, aber für den Sinn, Zweck und basierend auf den Limitationen als Onlinespiel passend und sehr bunt und putzig. Spieler werden sich schnell zurechtfinden und sicherlich viel Spaß beim Erkunden und Spielen haben. Sicherlich ein interessanter Titel für jüngere Spieler.

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