Ein weiteres Manko: Die Türen! Bis ihr das Spiel zum ersten Mal durch habt werdet ihr definitiv ein paar Millionen mal diese Ladeanimation sehen. Auf allen Systemen! Es ist unglaublich, wie oft ein neuer Raum geladen wird. Anfangs empfindet man diese ja noch nicht mal als störend. Spätestens nach eurer ersten Begegnung mit eurem neuen „Lieblingsfeind“ werdet ihr häufiger Fluchen, da eure Flucht von so einer Pause unterbrochen wird. Gut. Hier kann man sich ja streiten, ob die Türen wirklich nervig sind oder eventuell auch zum Spannungsaufbau dienen. Denn man weiß nie was auf der anderen Seite ist.
Kommen wir zu den zwei verschiedenen Versionen: Es gibt eine japanische Version, welche bis auf die Sprache mit allen anderen übereinstimmt. Dann gibt es die rein deutsche Version, in der alles enthalten ist - bis auf das Blut. In Deutschland bluten die Zombies nicht, es steigt lediglich grauer Rauch auf. Ebenso lösen sich die Gegner blinkend auf. In den anderen Varianten bleiben die Gegner liegen und stehen im Normalfall erneut auf. Da kann es schon mal passieren, dass ihr aus der Atmosphäre rausgerissen werdet.
Den größten Kritikpunkt ist die Serie bis heute nicht losgeworden: Das Speichersystem. Zwar sind die Speicherpunkte einigermaßen fair verteilt, aber es ist halt einfach nervig immer wieder eine Schreibmaschine zu suchen, um dort zu speichern. Gut einige Leute würden jetzt noch das kleine, um nicht zu sagen winzige, Inventar aufführen; allerdings finde ich, dass kein Mensch mir erzählen kann, er könnte einen Raketenwerfer mit Munition, eine Pistole mit Munition sowie ein paar Heilkräuter auf einmal tragen...
Am Ende - O.K. Das mag jetzt so rüber kommen, als handelt es sich um ein grottenschlechtes Spiel. Aber das ist es definitiv nicht! Resident Evil 3: Nemesis gehört definitiv mit zu den besten Titeln, die die Playstation zu bieten hat. Auch auf der Dreamcast findet man kaum bessere Spiele. Am PC muss man allerdings sagen: Lasst die Finger von dem Titel, ihr tut euch echt keinen Gefallen wenn ihr das Game zockt. Wenn ihr euch das Spiel holen wollt, greift zur Playstation-Version.
Ihr werdet zwischen zwei Stunden (da müsst ihr schon ein richtiger Resi-Freak sein) und 20 Stunden zocken, um den Titel durchzuspielen. Allerdings hört ihr danach nicht auf – zumindest nicht freiwillig: Auf der Playstation schaltet ihr durchs erste Mal Überleben einen neuen Modus frei. Der Mechenaries-Modus steht auf der PC- sowie Dreamcast-Version schon von Anfang an zur Wahl. In dem könnt ihr euch Geld verdienen, wenn ihr bestimmte Routen in einem engen Zeitrahmen absolviert. Mit diesem Geld könnt ihr euch Waffen kaufen, die schon zum Beginn des Spiels bereitstehen. Eigentlich entstehen dadurch vollkommen neue Spielmöglichkeiten, da ihr Nemesis dann endlich in einem Zwischenkampf K.O. legen könnt. Also, was lest ihr noch? Macht euch auf den Weg und räumt Raccoon leer!