Schon beim Einschalten der Konsole kommt folgender Satz: „Dieses Spiel enthält Szenen in denen Gewalt deutlich dargestellt wird“. So ist es dann auch auf der ganzen Welt, nur nicht in Deutschland. Die Rede ist natürlich von der - bei Jugendschützern sehr gehassten - Resident Evil/Biohazard Reihe. In diesem Fall dreht es sich um Teil drei.
Genial - das ist wirklich alles, was man zur Atmosphäre sagen kann! Die erste halbe Stunde läuft einfach ab. Lässt sich einfach spielen. Eure Mission: Überleben. Das ist ja auch Anfangs gar nicht mal so schwer: Ihr lernt den ersten Zombie kennen, freundet euch mit ein paar Hunden an, die irgendwie nicht mehr in ein Tierheim passen, sammelt Kräuter und natürlich Munition. Naja, um ehrlich zu sein: So viel Munition sammelt ihr gar nicht. Das ist auch der Grund warum das Spiel so fesselt und spannend ist. Oft müsst ich euch in wenigen Sekunden überlegen: Soll ich schießen oder lieber rennen?
Nach den ruhigen Minuten am Spielbeginn folgt ein Treffen der besonderen Art. Nein, ich Rede nicht von einem Klassentreffen. Der, zumindest in der europäischen Version, namensgebende Charakter betritt die Bildfläche. Obwohl besser gesagt: Springt ins Bild. Nemesis. Danach ist erst mal die Hölle los. Der Typ ist dermaßen nervig, ihr werdet euch ein paar Mal dabei erleben einfach die Konsole auszuschalten und ein anderes Game zu suchen – und das so häufig, wie nur selten zuvor. Es handelt sich dabei ja leider nicht um einen normalen Gegner, sondern sozusagen um den ultimativen Resident Evil-Gegner. Hofft niemals, dass ihr ihn auch nur für einen Sekunde los seid. Das seid ihr nämlich nie. Tja, logischerweise wird auch eure Mission durch diesen Typen nicht gerade vereinfacht.
Fangen wir mal so an: Es gibt das Spiel für drei Systeme. Nein, halt, jetzt sind es vier. Zuerst kam das Spiel für die alte Playstation, danach folgten Portierungen für PC und Dreamcast. Die letzte Umsetzung bekam der GameCube spendiert. Zu der letztgenannten Version kann ich nichts sagen. Die hab ich noch nicht gezockt. Auf der PS sah das Game im Jahre 1999 genial aus. Es war Topgrafik. Allerdings unterscheidet sich die Topgrafik von System zu System. So war die simple Portierung ein graus, da die Grafik zur damaligen Zeit hoffnungslos veraltet war. Selbst auf der Dreamcast hatte das Spiel damals nur mittelmäßige Grafik. Dies war der Zockergemeinde spätestens nach den ersten Videos zu dem folgenden, aber leider indizierten Resident Evil Code Veronica klar.
Aus grafischer Sicht ist die Dreamcast-Version zu bevorzugen. Heutige PCs haben oft Probleme mit den vorgerenderten Hintergründen des Spiels. Ein weiteres Problem, das sich ergab, war die Steuerung. Man merkt einfach, dass das Spiel primär für Playstation entwickelt wurde. Auf dem PC kann man zwar die Steuerung frei konfigurieren, allerdings benötigt man hier ein Gamepad, welches möglichst so wie ein Playstation-Pad aufgebaut ist. Die Buttonabfrage der Dreamcast-Version ist einfach nicht direkt genug. Ich habe nie das Gefühl Jill voll unter Kontrolle zu haben.