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Gewalt erzeugt mehr Gewalt...

Von Danny Davis

Heute mal ein Einblick in meine Gedankenwelt, ein instabiles Gerüst in einer sich ständig verändernden Welt.

Gewalt erzeugt mehr Gewalt. Gewalt sorgt einfach nur für ein Wachstum der selbigen.
Und es stimmt. Wir sehen es jeden Tag; im echten Leben, wie auch im virtuellen. Jeder - nahezu jeder - US-Präsident hatte, so die allgemeine Meinung, seinen eigenen Krieg. Diese wurden immer brutaler, sinnloser und auch länger. Der Vietnamkrieg dauerte um die zehn, je nach Perspektive auch bis zu 15 Jahre. Er war kalt, blutig, menschenverachtend und tödlich, egal aus wessen Augen man diesen Krieg betrachtet.
Unsere aktuellen Kriege schwelen immer noch, keiner ist beendet worden. Laut Wikipedia begann der Irakkrieg, also der Zweite, am 20. März 2003 und endete am 1. Mai 2003. Eben nur laut Wikipedia. Wir sehen es im Fernsehen, hören es im Radio, lesen es in der Zeitung: Ein beendeter Krieg ist etwas anderes. Das gleiche haben wir in Afghanistan, der Konflikt dort geht dieses Jahr in die 7. Runde, wenn man es mal makaber ausdrücken will.

Werfen wir doch mal einen Blick in den noch näheren Osten: Der Kosovo. Hier sagt Wikipedia ebenfalls, dass die Auseinandersetzung bereits seit dem 10. Juni 1999 beendet ist. Allerdings sieht das nach wie vor nicht so aus. In China werden Menschen verfolgt und unterdrückt, trotzdem wird dort die Olympiade stattfinden. Kann sich noch jemand an die Probleme in Myanmar / Burma / Birma erinnern? Das ganze liegt nur eine Handvoll Monate zurück, aber keiner redet mehr darüber. Plötzlich war das Internet sowie jede Verbindung zum Ausland gekappt; jeder wusste es, keiner hat reagiert. Der FRIEDLICHE Aufstand der Mönche wurde nachweislich blutig niedergeschlagen, es hat keinen wirklich interessiert. Oder habe ich nur die Weltpolizisten der SEATO, NATO oder UN übersehen?

Die Welt steckt voller gewalthaltiger Probleme, welche in den Medien propagiert werden. Öffentliche Sender werden in Kriegszeiten zur Propagandazentrale, Nachrichtensender mutieren zu wandelnden Lügensklaven. Das sind ernsthafte Probleme in unserer Gesellschaft. Hunger, AIDS, Bürgerkriege, Unterdrückung und Armut in Afrika oder Südamerika sollen hier nur einmal erwähnt werden.
Warum, ernsthaft, schlägt sich die Politik hier, in den USA, in Australien oder Großbritannien um gewalttätige Spiele und Filme? Die Welt ist um ein vielfaches schlimmer als das, was wir bisher je von Entwicklern zu sehen bekommen haben.

Erst diese Woche wurde in Deutschland das Jugendschutzgesetz zum Thema Gewalt in Medien verschärft. Die Quintessenz dürfe wohl die Tatsache sein, dass ein Indizierungsprozess nun angeblich leichter von statten gehen soll. Und das zum Schutze der Kinder und Jugendlichen. Wo das allerdings irgendwen schützt, außer die Volljährigen vor ihrer freien Meinungswahl, ist doch eher fraglich. Denn jeder weiß woher er seinen „Stoff“ - ob illegal oder nicht - bekommt (P2P, Freunde oder Importe sollen nur einmal ein paar Schlagworte darstellen).
Der deutsche Markt wird immer unattraktiver, obwohl man gerade im Bereich der Videospiele einen Zuwachs verbuchen kann. Welcher deutsche Wirtschaftszweig kann da wohl noch in den nächsten Jahren mithalten? Wie so oft gilt eben auch in kriegerischen Zeiten wie diesen: Suche dir einen Gegner, der sich nicht wehren kann; denn dann wirst du siegen!
Ein Hoch auf unsere Gesellschaft...

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